Feuerkugel über Erding

Am Abend des 15.03.2015 gegen 20:45 war im süddeutschen Raum ein leuchtende Himmelserscheinung zu beobachten. Christoph R. aus Erding hat seine Beobachtung beschrieben:

Es handelte sich um eine “Sternschnuppe”, welche mind. 10 Sekunden sehr hell zu sehen war, Blickrichtung Westen. Mein Standort war nördl. des Volksfestplatzes auf dem Feldweg Richtung Langengeisling, etwa in Höhe der kleinen Marienkapelle. Die Sternschnuppe kam ziemlich genau von Norden, überquerte den Kronthaler Weiher. Sie glühte am Ende fast grün-weiß und zerbrach in scheinbar geringer Höhe. Die Entfernung war schwer abzuschätzen, aber am Schluss erschien die Höhe recht gering. Wer weiß, vielleicht ist ja ein Teil davon am Boden wiederzufinden.
 
Es lohnt sich doch, abends mal den Himmel zu beobachten.

Erste Sidewalk Astronomie 2015

Die Saison 2015 für Sidewalk Astronomie ist eröffnet! Ich war gestern als erste Mal nur als Gast dabei

Es gab folgendes zu zeigen:


Planeten

Venus fällt unmittelbar bei Sonnenuntergang auf und ist für rund drei Stunden am Abendhimmel zu bewundern. Mit zunehmender Dämmerung strahlt der Planet scheinbar immer heller. Der hellste der Planeten geht um 21 Uhr im Westnordwesten unter. Venus ist -4.0 Grösse hell und wandert durch das Sternbild Fische. Der Planet ist 31° weit von der Sonne entfernt. Die Venusscheibe ist zu 84% beleuchtet und ihr Durchmesser beträgt 12″.

Mars ist am frühen Abend noch für 1½ Stunden im Westen rechts unterhalb der viel helleren Venus zu finden. Er ist 1.3 Grösse hell und befindet sich im Sternbild Fische.

Jupiter. Der grösste Planet unseres Sonnensystems, Jupiter, leuchtet am frühen Abend vom Himmel. Im Süden steht er um 22½ Uhr. Die Kulminationshöhe beträgt dann 58°. Er verschwindet morgen Sonntag um 6 Uhr. Jupiter (im Sternbild Krebs) weist eine Helligkeit von -2.5 Grösse auf. Teleskope zeigen die 44″ grosse Planetenscheibe. Um 22 Uhr, Reihenfolge der Jupitermonde: Ganymed- Callisto-( Europa-Jupiter)- Io. Die Objekte innerhalb Klammern stehen besonders nahe beisammen.

Die Licht- und Schattenspiele der Monde Jupiters können teleskopisch mitverfolgt werden. Um 19:16 Uhr verlässt der kleine Schatten von Io Jupiter. Um 21:44 Uhr beginnt Europa direkt vor der Jupiterscheibe durchzulaufen. Um 23:07 Uhr betritt der Schatten von Europa die Planetenscheibe. Europa beendet um 0:38 Uhr den Durchgang vor Jupiter. Um 2:02 Uhr verlässt der kleine Schatten von Europa Jupiter.

Außerdem natürlich der Mond, wir hatten am Donnerstag VOllmond, den kleinsten Vollmond seit Jahren und er wird erst wieder in 17 Jahren so klein sein.

Und die Herausforderung:

Orion sollte zu sehen sein, vielleicht erwischt man den Orionnebel hell genug zum zeigen…

Sidewalk Astronomie am Schrannenplatz am 29.03.2014

Noch nicht einmal April und schon das dritte Treffen am Schrannenplatz, welch ein Jahr! Diesmal war die Temperatur auch ganz OK und das war nicht nur für uns an den Teleskopen angenehmer, es lockte auch reichlich Leute an, die den Abend genießen wollten und überrascht beim Bummeln durch die Stadt auf uns und die Teleskope gestoßen sind. Weiterlesen

Bericht “Café & Cosmos” (Verfasser Dr. Karl März)

Der Physiker Dr. Maximilian Fabricius vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik erläuterte heute, Donnerstag, 19.09.13, HETDEX, das Hobby Eberley Telescope Dark Energy Experiment, im Café und Kosmos. Durch das Messen des mittleren Abstandes zwischen den weit entfernten Galaxien lässt sich die räumliche Verteilung bestimmen und untersuchen, wie schnell sich das Universum ausdehnt. Auch der Einfluss der dunklen Energie, der Ursache dieser Ausdehnung, soll damit über das Messen der Geschwindigkeit und der Dichte der Materie in großer Entfernung weiter geklärt werden. Die Hubble-Konstante, für die gegenwärtig der Wert 73 km/Mparsec genannt wird, soll dabei präzisiert werden, auch eine Bestätigung des Alters des Universums und der Raumkrümmung wird erwartet. Es wird angenommen, dass die Beschleunigung der Expansion des Universums in der Hälfte des jetzigen Weltalters begonnen hat. Diese Beschleunigung ist durch weniger weit entfernte Supernova-Emissionen entdeckt worden (Nobelpreis für Physik 2011). Eine der allgemeinen Expansion entgegengesetzte Annähnerung, etwa unserer Milchstraße und der Andromeda-Galaxie, sind bei der allgemeinen Expansion nur lokale Nebeneffekte. Heutzutage entstehen keine neuen Galaxien mehr; durch die Ausdehnung nimmt die Dichte des Universums ab.

HETDEX wird am Teleskop des McDonald Observatoriums in Texas (sobald der gegenwärtige Umbau des 9200 cm-Spiegels abgeschlossen sein wird) nach weit entfernten Lyman-alpha-Galaxien suchen, die sich wegen ihrer speziellen Strahlung (Linien ursprünglich, vor dem Doppler-Effekt im UV) auch noch über große Entfernungen beobachten lassen. Mit wachsender Entfernung werden die Objekte sehr rasch dunkler: die Anforderungen an die Messeinrichtugen (Spektrometer) sind sehr hoch. Besonders ein Rausch-Hintergrund, zu dem neben anderen Quellen auch die 3.2K-Hintergrundstrahlung beiträgt, begrenzt die Messungen. Doch scheint die Anisotropie dieser Hintergrundstrahlung auch gewisse Rückschlüsse auf die Verteilung weit entfernter Galaxien zu ermöglichen.

Die Lyman-alpha-Galaxien sind dadurch gekennzeichnet, dass in ihnen zahlreiche neue Sterne entstehen. Dabei wird eine intensive Spektrallinie im Ultravioletten ausgestrahlt, die durch den Dopplereffekt ins Sichtbare verschoben wird, soweit, dass sie auch am Erdboden noch gemessen werden kann (ultraviolettes Licht könnte die Atmosphäre nicht passieren).

Am HETDEX-Teleskop sind 150 Spektrographen montiert (im Primärfokus), die einen Himmelsbereich von 420 Quadratgrad gleichzeitig vermessen. Der sphärische 9200 cm Spiegel ist aus 96 Teilspiegeln zusammengesetzt und nur azimutal drehbar. Das Teleskop steht im McDonald-Observatorium auf dem Mount Folkes in Texas, USA (in geographischer Breite von ca. 30° N). Nach Abschluss des Umbaus wird damit gerechet, dass damit etwa 8000 Lyman-alpha-Galaxien vermessen werden können. Die Winkelauflösung liegt bei 1″, die spektrale Auflösung bei 800 Farb-Kanälen. Zum Ausgleich sphärischer Fehler des Spiegels gibt es Zusatzoptiken im Primärfokus. Damit wird drei Jahre lang beobachtet in all der Zeit von dunklen Nächten (Nächten ohne Mond am Himmel).

Sidewalk Astronomie am Schrannenplatz, 26.07.2013

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Nach dem großen Erfolg am 12.07.2013 und dem anhaltend guten astronomischen Wetter (keine Wolken) haben wir uns im Juni ein weiteres Mal mit den Teleskopen am Schrannenplatz getroffen. Es stand erneut Saturn, Albireo und M57 und später noch der Mond auf dem Programm. Nicht zuletzt durch den Beginn des Sinnflut Festivals war der Andrang wieder groß und das Publikum sehr interessiert. Wie schon so oft waren die Teleskop Neulinge unter den Zuschauern angetan von der Sichtbarkeit der Ringe und den Farben von Albireo. Schnell wurde auch diskutiert ob der blaue Stern wirklich blau oder eher leicht grün sei …

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